aktuelle Ausstellung

HAP Grieshaber im Kontext mit Sieger Köder

In der Ausstellung werden Blätter aus dem Theologischen Fundament Sieger Köders, seiner "Tübinger Bibel in Bildern", dem "Polnischen Kreuzweg" von HAP Grieshaber gegenüber gestellt. Beide Werke sind 1968 entstanden.

HAP Grieshaber (1909-1981) und Sieger Köder (1925-2015) sind sich persönlich nicht begegnet. Sieger Köder kannte die kräftigen Holzschnitte Grieshabers; ob der kantige Grieshaber von den Metallätzungen des Ostälblers Köder wusste, ist unbekannt.

In der Ausstellung werden Blätter aus dem Theologischen Fundament Sieger Köders, seiner "Tübinger Bibel in Bildern", dem "Polnischen Kreuzweg" von HAP Grieshaber gegenüber gestellt. Beide Werke sind 1968 entstanden.

Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit der "Stiftung Kunst und Kultur in Rosenberg" organisiert.

Der Priester-Künstler Sieger Köder, geboren 1925 in Wasseralfingen, lebte und arbeitete auf der Ostalb; er starb 2015 in Ellwangen. Köder hat ein breitgefächertes Werk hinterlassen. Weithin ist er als "Prediger mit Bildern" bekannt, der die Bibel farbgewaltig interpretiert hat.

Sieger Köder studierte zunächst an der Fachschule für Edelmetalle in Schwäbisch Gmünd Ziselieren und Silberschmieden, dann Malerei und Kunstgeschichte an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Nach seiner Lehrtätigkeit als Kunsterzieher studierte er katholische Theologie und wurde 1971 zum Priester geweiht. Als Pfarrer wirkte in Hohenberg und Rosenberg.

HAP (Helmut Andreas Paul) Grieshaber (*1909 in Rot an der Rot | + 1981 in Eningen unter Achalm) gilt als Erneuerer des Holzschnitts nach dem Zweiten Weltkrieg. Der gelernte Schriftsetzer besuchte die Staatliche Kunstgewerbeschule in Stuttgart, die er jedoch nicht abschließen konnte. 1950 wirkte er an der Neugründung des Deutschen Künstlerbundes mit, dessen Vorstand er von 1956 bis 1967 angehörte. 1955 wurde er Nachfolger Erich Heckels an der Kunstakademie Karlsruhe, gab 1960 seine Professur jedoch auf. Grieshaber wurde mit einer Reihe von Preisen ausgezeichnet, zuletzt 1970 mit dem Konstanzer Kunstpreis.

In seinen Arbeiten werden Landschaften der Schwäbischen Alb, Tiere, religiöse und mythologische Themen immer wieder variiert. Neben der Staatsgalerie Stuttgart verfügt das Städtische Kunstmuseum Spendhaus Reutlingen über einen der umfangreichsten Bestände an Arbeiten Grieshabers.

Ausstellungsdauer: MI 1. Juli - SA 20. August 2022

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