Ausstellungen

Im Fokus

Das Haus der Katholischen Kirche realisiert in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Partnerorganisationen Ausstellungen. Dazu gehören z.B. soziale Einrichtungen wie der Caritasverband für Stuttgart oder der Malteser Hilfsdienst.

Zwei Mal jährlich finden Kunst-Ausstellungen in der Reihe insight: statt, die vom Katholischen Bildungswerk kuratiert werden. insight: möchte den Blick für spannende Fragestellungen der Bildenden Kunst öffnen, die an religiöse und gesellschaftliche Bezugspunkte anknüpfen und reizvolle Diskurse eröffnen.

Unsere Ausstellungen sind i.d.R. geöffnet: MO - SA 09:00 - 19:00 Uhr (sonn- und feiertags geschlossen)

Ausblick

Landespsychiatrietag & Kunstpreis


„so gesehen“ ist ein Kunstwettbewerb für Künstlerinnen und Künstler mit Erfahrungen in der Psychiatrie aus Baden-Württemberg. Der Name des Kunstpreises, der im Rahmen des Landespsychiatrietages bereits zum sechsten Mal verliehen wird, lautet ebenfalls „so gesehen“. Dieser Preis wird begleitet von einer Wanderausstellung, die verschiedene Orte in Baden-Württemberg besucht.

Der Kunstpreis ist eine Zusammenarbeit zwischen der Liga der freien Wohlfahrtspflege, der Sammlung Prinzhorn am Universitätsklinikum Heidelberg und den Hochschulstudiengängen für künstlerische Therapien (HKT) an der HfWU Nürtingen-Geislingen, sowie anderen Kooperationspartnern des Landespsychiatrietages 2024.

Die Jury wählt aus allen Einreichungen 50 Werke aus, die dann im Original eingereicht werden müssen. Aus diesen 50 Werken werden 10 Preisträger ausgewählt. Alle 50 Originalwerke werden gerahmt und auf dem Landespsychiatrietag sowie während der anschließenden Wanderausstellung präsentiert.

Im Haus der Katholischen Kirche sind die Werke zu sehen (2 Abschnitte) vom 20.07. bis 28.07.24 und dann vom 12.08. bis 30.08. (Mo - Fr, 9:00 - 19:00 Uhr).
Grund für die Teilung ist eine Hausschließung vom 29.07. bis 11.08.24.

Rückblick

Kunst als ökologische Praxis


Die Ausstellung „Auswirkung – Kunst als ökologische Praxis“ schaute auf künstlerische Projekte, die sich mit der Beeinflussung, Veränderung und Formung von Umwelt und Natur beschäftigen und ökologische sowie gesellschaftlich nachhaltige Praktiken in den Blick nehmen. Künstlerische Praxis wirkt so im Idealfall nachhaltig in die Gesellschaft hinein, weckt Potenziale und erzielt Effekte auf ökologischer, wie gesellschaftlicher Ebene. Das eigene Handeln erzielt eine unmittelbare Wirksamkeit und stärkt die Resilienz. Mit dabei waren: Bureau Baubotanik, die Matriarchale Volksküche, Mira Simon und Hannah Liya, Katrin Böhm mit Myvillages und Company Drinks, Christina Schmid und Aida Nejad. Die Ausstellung war vom 12.04 - 17.05.24 auf der Galerie im Haus der Katholischen Kirche zu sehen.

Eine Ausstellung wahrer Geschichten


Sie kamen in Böhmen, Mähren und Schlesien auf die Welt und mussten aber nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Geburtsorte verlassen, wurden vertrieben oder ausgesiedelt, so wie fast alle anderen drei Millionen tschechischer Deutscher. Damals waren viele noch Kinder, heute sind sie ältere Menschen und leben in Deutschland. Dutzende erzählten in den vergangenen Jahren ihre Geschichte für das tschechische Archiv "paměť národa" (Nationales Gedächtnis); sie sprachen über den Krieg, die anschließende Vertreibung und auch darüber, wie sie den Verlust der Heimat verkrafteten. Heute gehören sie zu den Letzten, die aus erster Hand etwas dazu sagen können. Ihre Erinnerungen sind Teil der tschechischen und der deutschen Geschichte.

Ein tschechischer Schriftsteller und fünf junge Künstler:innen erweckten diese Geschichte(n) in einer Graphic Novel zum Leben, die in Buchform (BALAENA Verlag, 2023) zugänglich ist und über die Ausstellung im Haus der Katholischen Kirche vom 12.03. - 06.04.2024 zugänglich war. Die Ausstellung schlägt mit dem Blick auf die Nachkriegszeit einen Bogen in die Gegenwart von Vertreibungen und Fluchtbewegungen.

Kooperation mit: Ackermann-Gemeinde Diözese Rottenburg-Stuttgart
Bilder: (c) BALAENA Verlag

Fotografien von Bernard Langerock


Der Fotograf Bernard Langerock hat aus seiner umfangreichen Fotoserie “Kreuzphänomene“ 15 Arbeiten ausgewählt und sie zu Kreuzwegstationen zusammengestellt. Dr. Kurt-Peter Gertz,  Theologe und Kunsthistoriker, setzte sich in seinen Texten assoziativ mit dem Ergebnis dieser Arbeit, einer in der Kunstwelt seltenen Darstellungsform des Kreuzweges, auseinander. Durch die offene Kombination von Bild und Wort wurde den Betrachtenden die Möglichkeit gegeben, eigene Vorstellungen und Gedanken zu  entwickeln und sich meditativ in die Fotografien zu vertiefen.

Die Ausstellung war im Haus der Katholischen Kirche vom 01. März bis 04. April 2024 zu sehen.

Ökumenische Märtyrer-Ausstellung


Vom Urchristentum bis in unsere Tage wurden und werden Christen um ihres Glaubens willen verfolgt. Die Zerstörung uralter christlicher Kultstätten im Nahen Osten durch den "Islamischen Staat", die Entführung junger Christinnen in Nigeria durch "Boko Haram", die Hinrichtung von Kopten in Libyen – all das sind Ereignisse, die heute vor unseren Augen geschehen.

Unter dem Motto “Sei getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben” (Offb 2,10b) wurden für die Ökumenische Märtyrer-Ausstellung Beispiele von Männern und Frauen ausgewählt, die diesem Schriftwort gemäß tatsächlich “bis in den Tod treu” waren: Märtyrer aus der Hitler- und Stalin-Zeit in Deutschland und der damaligen Sowjetunion, orthodoxe, katholische und protestantische Christen. Anhand dieser Menschen wurde in der Ausstellung auf das Phänomen der Christenverfolgung aufmerksam gemacht. (Ausstellungsdauer: 20.02. – 07.03.24)

Informationen zu dieser Wanderausstellung: https://märtyrer.info
Kooperation: Evang. Kirchenkreis Stuttgart, Kath. Stadtdekanat Stuttgart, Haus d, Katholischen Kirche

Ukrainische Ikonen auf Munitionskisten


Schon seit 2014, nach der Annexion der Krim und dem Einmarsch im Donbass, schreibt das ukrainische Künstlerehepaar Sonia Atlantova und Oleksandr Klymenko Ikonen auf Deckel von Munitionskisten. Durch den Angriffskrieg, den Putin 2022 auf die Ukraine startete, ist ihre Kunst zur europäischen Friedensmission geworden. Oleksandr Klymenko formuliert sein Anliegen so: „Den Tod in Leben verwandeln. Die Umwandlung von Krieg in Frieden. Davon träumt jeder, der mit den Schrecken des Krieges konfrontiert ist.“

Die Ikonenausstellung war im Haus der Katholischen Kirche vom 15.01. – 24.02.24 zu sehen.
Kooperation mit: Kath. Stadtdekanat

Ausstellung der GEDOK Stuttgart


Wunschdenken ist eine kognitive Verzerrung, die die menschliche Tendenz beschreibt, das zu glauben, was wir für wahr halten wollen, anstatt das, was tatsächlich wahr ist. Im Unterschied zu materiellen Wünschen ist das Wunschdenken immateriell und bewegt sich im Bereich der Utopien. Angesichts der aktuellen, weltumspannenden Krisen finden wir in unserer Gesellschaft in allen Bereichen die unterschiedlichsten Ausprägungen von Wunschdenken. Eine geträumte Flucht in ein Paradies aus Gedanken hat etwas Tröstliches, kritisch wird es allerdings, wenn man nicht mehr zwischen Realität und Wunschdenken trennen kann. Die Künstlerinnen der GEDOK Stuttgart haben das Thema ebenso variantenreich künstlerisch interpretiert – als Entsprechungen der eigenen Utopie, Reflexionen des eigenen Verranntseins, Bilder von Illusionen, Hoffnungen, verdrehten Formen von Wirklichkeit, sozialen Bubbles, in die kein Hauch von Zweifel einzudringen wagt, Despoten, die das Wunschdenken nähren, Strohhalme, die jemanden vor dem Ertrinken gerettet haben. Ein Teil der Ausstellung wurde im Haus der Katholischen Kirche, ein kleinerer Teil in der GEDOK-Galerie gezeigt.

Kooperation mit: GEDOK Stuttgart Ausstellungseröffnung GEDOK

Folgende Künstlerinnen stellten im Haus der Katholischen Kirche vom 17. Nov. 24 bis 05. Jan 24 aus:
Beate Baumgärtner, Böller und Brot, Julia Delaminsky, Gabriele Eberspächer, Sylvia Farago, Ute Geffers-Kleinbach, Martina Geiger-Gerlach, Susanne Hofmann, Diemut Hoschar, Barbara Karsch-Chaieb, Anja Klafki, Caro Krebietke, Renate Maucher, Susanna Messerschmidt, Stefanie Reling-Burns, Kerstin Schaefer, Eva Schmeckenbecher, Christina Schmid, Cosima Schuba, Ingrid Schütz, Annette Trefz.

Zur Projektwebsite von insight:
Gefördert von der Roman und Gertrud Stetter Stiftung

Schulkunst-Landesausstellung


Wachsen und Vergehen, Prozesse der Veränderung, Bewegung und Rhythmus zeugen von Phänomenen, die vom Faktor Zeit bestimmt werden. Materialien und Formen der Natur bieten vielfältige Anstöße für künstlerisches Handeln.

Die SCHULKUNST-Landesausstellung präsentierte künstlerische Werke von Schülerinnen und Schülern aller Schularten, die zwischen 2020 und 2023 im Rahmen des Baden-Württembergischen Förderprogramms SCHULKUNST zum Thema „Natur und Zeit“ entstanden sind. Die Zeichnungen, Malereien, Druckgrafiken, Plastiken, Fotografien und Filme wurden in mehr als 20 regionalen SCHULKUNST-Ausstellungen ausgewählt. Die SCHULKUNST-Landesausstellung stellte den Höhepunkt und Abschluss des Themas „Natur und Zeit“ dar.

Schon seit 1984 ist das SCHULKUNST-Programm des Landes Baden-Württemberg eine Fördermaßnahme zur künstlerisch-ästhetischen Erziehung in Schulen. Ziel des Programms ist es, mit wechselnden Themen und Ausstellungen sowohl die künstlerische Arbeit der Kinder und Jugendlichen zu stärken, als auch die Verbindung zur Öffentlichkeit zu intensivieren. Alle Schularten werden eingebunden und können ihre jeweils eigenen Potenziale zeigen. Das Programm versteht sich nicht als Wettbewerb, sondern als ein Schaufenster der Kreativität und Gestaltungskraft von Jugendlichen aller Altersstufen unter Berücksichtigung ihrer individuellen Fähigkeiten.

Die Ausstellung wurde im Haus der Katholischen Kirche präsentiert vom 28. September - 04. November 23.
Kooperation: Zentrum für Bildende Kunst und Intermediales Gestalten schulkunst@zsl.kv.bwl.de

Wanderausstellung zur Kinderhospizarbeit


Das Kunstprojekt FACING THE TABOO vom Bundesverband Kinderhospiz e. V. und seiner Partner weckt Emotionen. Auf großformatigen Glasflächen sind die Gesichter von vier lebensverkürzend erkrankten Kindern abgebildet. Die Glaswände sind von allen Seiten begehbar. Den Bildern gelingt, was Worte kaum erreichen: Die Begegnung mit uns selbst im unheilbar kranken Kind. So werden Tabus und Sprachlosigkeit gebrochen.
Die Ausstellung war vom 02.09. - 18.09.23 im Haus der Katholischen Kirche zu sehen.

Kooperation: Bundesverband Kinderhospiz e. V.

20 Jahre AMOS in Stuttgart


Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Nur logisch, dass die Kreativwerkstatt AMOS enorm viel zu sagen hat. Seit 20 Jahren immerhin malen Frauen und Männer gemeinsam in ganz unterschiedlichen Stilen und Techniken, getreu ihrem Motto "AMOS - bunt fürs Leben". Dabei haben es die Künstler*innen beileibe nicht nicht immer ganz leicht. Mit Hilfe der Kunst bewältigen sie seelische Konflikte und Verletzungen. Für viele ist die Kreativwerkstatt zur wichtigen Heimat geworden.

Die Ausstellung "Mit Bildern feiern" war vom 14.08. - 09.09.23 im Haus der Katholischen Kirche zu sehen und zeigte die künstlerische Vielfalt, die AMOS ausmacht.

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