Tristan und Isolde

Do 19.03.2020 | 18:00 - 21:30 Uhr

Roland Bauer, führt Werkanalysen und Konzerteinführungen durch, nicht zuletzt während der Bayreuther Festspiele vor Ort.

Wir nehmen die Wiederaufnahme von „Tristan und Isolde“ in der Staatsoper Stuttgart zum Anlass, das Werk unter zwei wesentlichen Aspekten näher zu betrachten:die Sinfonisierung der Opernmusik und die philosophische, von Schopenhauer geprägte, Grundierung des Werks. Im Zusammenwirken dieser beiden Aspekte gewinnt das Werk seine Singularität, die sich in vielen scheinbaren Widersprüchlichkeiten offenbart. So ist das Werk:

• eine Handlung, die kaum eine Handlung aufweist!
• eine Oper ohne Opernmusik!
• ein Denkmal für die Liebe, in dem die Liebe nur als Qual in Erscheinung tritt!
• ein Werk, in dem der Irrtum zur Wahrheit und die Wahrheit zum Irrtum wird!
• ein Werk in dem der Gegensatz von Liebe und Tod aufgehoben scheint!

Erster Termin 19.03. 2020:
Nach einer allgemeinen Einführung in dieses singuläre Werk, wird die symphonische Konzeption der Musik im Mittelpunkt des Vortrags stehen. Dieser ist somit für Einsteiger wie Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet.

Zweiter Termin:  Tristans Liebe und Schopenhauers Mitleid 02.04.2020
Tristan und Isolde ist zwar grundlegend von Schopenhauers Willensmetaphysik geprägt, aber die Rolle, die darin die Geschlechtsliebe einnimmt, deutet Wagner radikal um. Bei ihm geht es nicht um Entsagung, sondern ekstatisches Ausleben. Anmeldung zum zweiten Termin am 02.04.

Katholisches Bildungswerk Stuttgart e.V. || Telefon 0711 7050600|  info@kbw-stuttgart.de | www.kbw-stuttgart.de

Kosten:15,00 € Zur Anmeldung

Veranstaltungsnummer K-20-1-2711A

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