Trikonfessionalität im Deutschen Orden

Fr 19.10.2018 | 19:00 – 21:00 Uhr

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Udo Arnold, Prof. für Mittelalterliche und Neuere Geschichte i.R., Universität Bonn

 

Erst 1525 gab es mit dem säkularisierten Deutschordensstaat Preußen das erste protestantische (lutherische) Territorium in Europa. Anschließend erfolgte die konfessionell bedingte Teilung der deutschen Fürstentümer in ein römisch-katholisches und ein lutherisches Lager, die bis in die militärische Auseinandersetzung des 30jährigen Krieges führte. Hinzu trat als bedeutendes Element der Calvinismus, 1648 im Westfälischen Frieden reichsrechtlich als dritte Konfession anerkannt. Wie ging damit der katholische Reichsstand Deutscher Orden um, dessen Niederlassungen über viele Territorien verstreut lagen, deren Fürsten nun drei unterschiedlichen Konfessionen angehörten? Wie verhielt sich theologisch die katholische Ordensleitung, die viele Pfarreien zu besetzen hatte? Kam es zu einer “Ökumene”? Wie war das Verhältnis der gemischtkonfessionellen Ordensbrüder zueinander? Wie gestaltete sich das Verhältnis zu Papst, Kaiser und Landesherren? Was hielt den Orden letztlich zusammen?

Veranstaltungsnummer: K-18-2-1333

Eintritt frei!

 

 

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