Lektürekreis Philosophie

Mi 30.1.| 6.02.| 20.02.2019 09:30 - 11:30 Uhr

Max Scheler: Die Stellung des Menschen im Kosmos

Thomas Gutknecht, Dipl. Theologe, Philosophischer Praktiker

Max Scheler (1874 – 1928) ist zu Unrecht ein selten gelesener Philosoph. Unter den Zeitgenossen war er als einer der wichtigsten und bedeutendsten anerkannt. Als “Halbjude” verschwiegen und verleugnet, wird er erst allmählich wieder neu entdeckt. Schelers “Die Stellung des Menschen im Kosmos” gilt als Durchbruch zu dem, was seither unter “Philosophischer Anthropologie” bekannt geworden ist. Was ist der Mensch? Nach Scheler ist er “ein so breites, buntes, mannigfaltiges Ding, dass die Definitionen alle ein wenig zu kurz geraten. Er hat zu viele Enden.” Dennoch versucht er, eine einheitliche Idee vom Menschen zu gewinnen. Der Mensch ist ihm eine Sackgasse und – ein Ausweg. Als Ausweg steht ihm Weg ins Personhafte offen: Zum Sein unserer Person können wir uns jedoch nur sammeln, zu ihm hin uns konzentrieren – nicht aber es objektivieren. Das verbietet jedes “Bild”. Die Sakralität der Person begründet das Paradox der Gottebenbildlichkeit: Darin, dass man kein Bildnis machen kann, besteht sie gerade. Eine noch längst nicht genügend fruchtbar gemachte Anthropologie, die den Menschen an der raumzeitliche Schnittlinie von Geist und Natur verortet, zusammengefasst in einem kühnen Text von weniger als 40 Druckseiten, der zur Verfügung gestellt wird.

Weitere Termine: Mi  30.01.| 6.02. | 20.02.2019  jeweils 09:30 – 11:30 Uhr

Informationen und Anmeldung: Logos-Institut Thomas Gutknecht,
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69,00 € pro Kurs

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