Vom II. Vatikanischen Konzil zu Papst Franziskus

Mi 25.10.2017 | 19 Uhr

Die Konferenz der lateinamerikanischen Bischöfe 1968 in Medellin war ein Meilenstein in der Geschichte der Kirche in Lateinamerika. Die Ansätze einer Befreiungstheologie, die sich im Abschlussdokument der Konferenz finden, öffneten den Weg zu einer der bedeutendsten theologischen Entwicklungen des vergangenen Jahrhunderts. Zahlreiche soziale Bewegungen suchten aus der Perspektive der Ausgebeuteten nach christlichen Antworten auf die als strukturelle Sünde erkannte Situation der nationalen und internationalen Ungerechtigkeit. Ein solches Verständnis des christlichen Glaubens bildete in verschiedenen Ländern Lateinamerikas die geistige Grundlage für den Widerstand gegen Militärdiktaturen und die Ex-pansion global agierender Konzerne. Auch in Afrika und Asien entwickelten sich ähnliche theologische Konzepte, geprägt durch die eigene kulturelle Tradition und die soziale Lage vor Ort. Wie hat sich dieser Impuls in den letzten 50 Jahren ausgewirkt?

Peter Hünermann, emeritierter Professor für Dogmatik an der Katholisch-Theologischen Fakultät Tübingen, ist ein ausgewiesener Kenner der Theologie der Befreiung und der Entwicklungen in Lateinamerika. Er geht unter anderem der Frage nach, welchen Einfluss die Tatsache hat, dass Papst Franziskus durch den theologischen und politischen Hintergrund Argentiniens geprägt wurde.

Veranstaltungsort: Haus der Katholischen Kirche, Eugen-Bolz-Saal (Eintritt frei)

Veranstaltung im Rahmen der afroamerikanischen Wochen Stuttgart 23.09. – 18.11.2017
www.circulo-latino.de

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