Das Haus der Katholischen Kirche realisiert in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Partnerorganisationen Ausstellungen. Dazu gehören z.B. soziale Einrichtungen wie der Caritasverband für Stuttgart oder der Malteser Hilfsdienst.
Zwei Mal jährlich finden Kunst-Ausstellungen in der Reihe insight: statt, die vom Katholischen Bildungswerk kuratiert werden. insight: möchte den Blick für spannende Fragestellungen der Bildenden Kunst öffnen, die an religiöse und gesellschaftliche Bezugspunkte anknüpfen und reizvolle Diskurse eröffnen.
Unsere Ausstellungen sind i.d.R. geöffnet: MO - SA 09:00 - 18:30 Uhr (sonn- und feiertags geschlossen)
Das Bett, oft der privateste und intimste Ort der Patient*innen, steht unter ständiger Beobachtung von Ärzt*innen, Pflegekräften und Angehörigen. Doch die Blicke sind ein Wechselspiel: Denn auch aus dem Bett werden Blicke geworfen, die Umgebung wird beobachtet, die Augen streifen an der Decke hin und her.
Mit einer großformatigen Installation mit Sound, Zeichnungen sowie einem partizipativen Workshop zur basalen Stimulation geht Leonie Klöpfer dem Krankenhausbett im Ausstellungsprojekt Bed Movements nach. Dabei betrachtet sie die pflegerischen, institutionellen und ganz privaten Aspekte und Eigenschaften dieses Objekts.
Leonie Klöpfer ist bildende Künstlerin. In ihrer Arbeit setzt sie sich mit dem (metaphorischen) Heilen von Wunden und Verletzungen auseinander und erforscht in Form von raumgreifenden Installationen, architektonischen Interventionen und Zeichnungen, wie sich Verletzen und Heilen bedingen.
Eröffnung: Do 12.03.26, 18:30 Uhr
Ausstellungsdauer: Fr 13.03. – Fr 17.04.26
Am Wochenende und an Feiertagen ist die Ausstellung geschlossen. Der Eintritt ist frei!
Mit dem insight: Kunstpreis zeichnet das KBW Stuttgart zum vierten Mal die Abiturientinnen des Mädchengymnasiums St. Agnes im Kernfach Bildende Kunst (künstlerische Praxis) aus. Der Preis würdigt sowohl einzelne herausragende, künstlerische Arbeiten, als auch die individuelle künstlerische Entwicklung der Schülerinnen. Aus den praktischen Arbeiten des jeweiligen Abiturjahrgangs werden Preisträgerinnen ausgewählt. Diese erhalten neben einem kleinen Sachpreis die Gelegenheit, ihre künstlerischen Arbeiten im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart zu präsentieren.
Eröffnung: DO 21.05.26, 16:00 Uhr
Ausstellungszeitraum: DO 21.05. - FR 05.06.26
Ausführliche Informationen zu insight: insight-kunst.de oder unter kbw-stuttgart.de
Kontakt:
Maria Dis, KBW Stuttgart
maria.dis@kbw-stuttgart.de; 0711-7050603
Professionelle Fotografen aus Gaza haben den Alltag dort festgehalten – vor und nach dem Massaker, das die Hamas am 7.10.2023 im Süden Israels an Jüdinnen und Juden verübte. Neu hinzugekommene Aufnahmen des Fotografen Mohammad al Hajjar vermitteln Einblicke in die Situation der Menschen nach über zwei Jahren Krieg und Zerstörung.
Die Ausstellung wird von Ursula Mindermann, Fotografin und Vize-Präsidentin der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft (DPG), kuratiert. In ihrem Eröffnungsvortrag zur Ausstellung wird sie das Buch „1 Million Drachen“ mit Kindergedichten aus Gaza vorstellen. Darin beschreiben Kinder in ergreifenden Gedichten ihr Leben in dem andauernden, zerstörerischen Krieg.
Die Bildauswahl erfolgte durch eine Jury des schottischen Fotografennetzwerks „Network of Photographers for Palestine“. Die Ausstellung wurde im März 2024 zum ersten Mal in Edinburgh und seitdem an vielen Orten in Deutschland gezeigt.
Kooperation mit: pax christi Rottenburg-Stuttgart
Eröffnung: Di 23.06.26, 19:00 – 21:00 Uhr
Ausstellungsdauer: Di 23.06. – Mi 22.07.26, 9:00 – 18:30 Uhr (an Wochenenden geschlossen)
Eintritt frei
„Eine Künstlerin, die seit den 1980er Jahren das Tafelbild in seiner ganzen Komplexität und Mehrdeutigkeit erforscht. Sie arbeitet mit Ölfarbe auf Leinwand und schafft eine angemessene Form des Ausstellens.” Dies wurde kürzlich über mich geschrieben. Was soll das bedeuten? Ich erforsche den Reiz der Bilder schon seit ich auf der Welt bin, nicht erst seit meinem Studium. Die Motive sind nichts Außergewöhnliches und sind einzeln als Exponate nicht komplett. Ich weiß gar nicht, wofür ein Bild gemacht ist oder wofür es verwendet wird. Ich sehe einfach, was aus den Bildern werden kann." (Ute Zeller von Heubach)
Die Ausstellung insight: ALL OF ME – Ute Zeller von Heubach war vom 13.11.25 – 05.01.26 im Haus der Katholischen Kirche zu sehen.
Schülerinnen und Schüler aller Schularten in Baden-Württemberg waren eingeladen, sich künstlerisch mit dem Thema "Serie" auseinanderzusetzen. "Serial order is a method, not a style." (Serielle Ordnung ist eine Methode, kein Stil.) - Mel Bochner
Schon seit 1984 ist das SCHULKUNST-Programm des Landes Baden-Württemberg eine Fördermaßnahme zur künstlerisch-ästhetischen Erziehung in Schulen. Ziel des Programms ist es, mit wechselnden Themen und Ausstellungen sowohl die künstlerische Arbeit der Kinder und Jugendlichen zu stärken, als auch die Verbindung zur Öffentlichkeit zu intensivieren. Alle Schularten werden eingebunden und können ihre jeweils eigenen Potenziale zeigen. Das Programm versteht sich nicht als Wettbewerb, sondern als ein Schaufenster der Kreativität und Gestaltungskraft von Jugendlichen aller Altersstufen unter Berücksichtigung ihrer individuellen Fähigkeiten.
Kooperation mit: Zentrum für Bildende Kunst und Intermediales Gestalten (schulkunst@zsl.kv.bwl.de)
Die Ausstellung war vom 29.09. - 31.10.2025 im Haus der Katholischen Kirche zu sehen.
Für die Porträtserie #OutInChurch sind Aufnahmen von weiblich und männlich gelesenen, queeren Personen entstanden, die zum Verein #OutInChurch gehören (www.outinchurch.de). Die Aufnahmen stellen – so der Künstler – keine „normalen“ Porträts dar; sie zeigen die Personen in ihrer persönlichen Betroffenheit im Umfeld Kirche, mal ganz nah – mal fern.
Wer die Bilder betrachtet, kann durch unterschiedliche fotografische Herangehensweisen individuelle Antworten finden auf die Frage, wie queere Menschen die katholische Kirche wahrnehmen. Die Aufnahmen können zum Nachdenken und zum Gespräch darüber anregen, wie die Kirche – so ein Mitglied von #OutInChurch – „christlicher“ werden kann.
Die Wanderausstellung wurde bereits an unterschiedlichen Orten in Deutschland und in der Schweiz gezeigt. Zur Ausstellung entstand ein eindrucksvolles Buch mit dem Titel GUT.KATHOLISCH.QUEER
Martin Niekämper, geboren 1965 in Dortmund, war nach dem Studium der Hörgeschädigtenpädagogik als Lehrer für Sonderpädagogik in Köln tätig. 2021–2023 studierte er Fotografie an der Fotoakademie-Koeln. Er ist freiberuflicher Fotograf mit den Schwerpunkten Porträtfotografie, Unternehmens- und Wissenschaftsfotografie.
Im Haus der Katholischen Kirche war die Ausstellung vom 20.08. - 11.09.25 zu sehen.
Bernd Baader (*1937) studierte Malerei und Grafik-Design an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Viele Jahre war er beim SWR als Grafik-Designer tätig. 1980 begann er mit Aquarell-, später mit Tusche-Malerei. Er gestaltet Bilder und Schrift mit Pinsel und Feder und nützt digitale Ausdrucksformen für seine Malerei. In über 50 Ausstellungen zeigte er seit 1982 vielfältige Stationen seines Schaffens.
Bernd Baader thematisiert in seiner Malerei Menschen und Tiere, Musik und Tanz, Sport und Spiel – und das Lesen. In unserer Ausstellung zeigten wir originale und digitale Bilder zum Thema Lesen. Die Ausstellung war vom 24.06. – 25.07.25 auf der Galerie im Haus der Katholischen Kirche zu sehen.
Mit dem insight: Kunstpreis zeichnete das KBW Stuttgart im Schuljahr 2024/25 zum dritten Mal Abiturientinnen des Mädchengymnasiums St. Agnes im Kernfach Bildende Kunst (künstlerische Praxis) aus. Gewürdigt wurden die herausragenden, künstlerischen Arbeiten und die individuelle künstlerische Entwicklung der Schülerinnen. Aus den praktischen Arbeiten des jeweiligen Abiturjahrgangs wurden zwei Preisträgerinnen ausgewählt. Diese erhielten neben einem kleinen Sachpreis die Gelegenheit, ihre künstlerischen Arbeiten im Haus der Katholischen Kirche vom 10.07. – 18.07.2025 zu präsentieren. Die Preisträgerinnen wurden durch eine Jury ermittelt, bestehend aus Mitgliedern des insight-Kuratoriums, beraten durch die Kunstlehrerinnen des Mädchengymnasiums St. Agnes. Wir gratulieren Tasnim Ulrich und Enya Goes!
Ausführliche Informationen zu insight: insight-kunst.de oder unter kbw-stuttgart.de
Kontakt:
Maria Dis, KBW Stuttgart
maria.dis@kbw-stuttgart.de; 0711-7050603
Mit Cassy Dee Katzenwut, Stefanie Fleischhauer, Nikolas Fuchs und Francisco Wiborg Bamford präsentierten wir in der Ausstellungsreihe insight: künstlerische Arbeiten von vier jungen Absolvent*innen und Studierende der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.
Fragen nach Identität, die Verbindungen von inneren Bildwelten, persönlichen Erinnerungen mit kollektiven Bildern, aber auch die verlorene und wiederhergestellte Beziehung zwischen Mensch und Natur begegneten uns in den Arbeiten der jungen Künstler*innen. Sie arbeiteten auf Papier, mit Holz, Acryl und Wachs und gaben den Arbeiten Raum zur Entfaltung. Der Herstellungsprozess, die Auswahl der Materialien und die Verbindung zwischen den einzelnen Arbeiten waren dabei genauso wichtig wie die inhaltliche Auseinandersetzung. Die Ausstellung war vom 21. März – 25. April im Haus der Katholischen Kirche zu sehen.
Die mittelalterliche Buchmalerei ist einer der Höhepunkte der christlichen Kunst. Die meist in Klöstern hergestellten Codices verdichten die biblische Botschaft auf kleinstem Raum und geben den Betrachtern bis heute Anstöße für den eigenen Glauben. Dieter Groß (geb. 1937 in Stuttgart, 1972 – 2002 Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart) hat acht Jahre lang an einer “Verheutigung” eines solchen mittelalterlichen Codex gearbeitet: Den Text des Lukasevangeliums in der Übertragung von Fridolin Stier hat er in seiner gleichförmigen künstlerischen Handschrift auf Büttenpapier geschrieben. Dabei hat er den Platz für die später entstandenen Bilder ausgespart, wie es bei mittelalterlicher Buchmalerei ebenfalls üblich war. Das Layout der einzelnen Blätter zeigt dabei einen großen Variantenreichtum: Jedes Kapitel beginnt mit einer Initiale. Die Miniaturen sind mal ganzseitig, mal kleine, schmale Streifen, mal erstrecken sie sich über zwei Seiten im aufgeschlagenen Buch, oder sie erzählen eine Geschichte wie im Comic über mehrere Blätter hinweg. Sie zeigen einen modernen, teils karikaturenhaft verfremdenden Stil; es sind ganz einfache Fokussierungen des biblischen Textes in die heutige Zeit hinein, die zum Nachdenken an und zum Nach-glauben anregen. Noch sind die Blätter des Codex nicht gebunden und wurden in der Ausstellung nebeneinander gezeigt.
Das achtjährige „Codex-Projekt“ ist ein Signal gegen den Trend der Zeit. In einer Zeit der Kurzvideos auf Instagram und TikTok, einer Zeit in der die Bilder einander nachjagen, setzte dieses Projekt auf Entschleunigung: Zeit zum Wachsen und Reifen, Zeit mit der Hand zu schaffen und nicht mit KI zu generieren, Zeit, sich einen Bibeltext anzueignen und ihn in Bilder zu fassen, die im Gedächtnis bleiben.
Die Einzelausstellung der Künstlerin Laila Kaletta knüpfte an die insight: Ausstellung „A dead flower will never bloom“ an, die 2020 coronabedingt ausfallen musste. Wir begaben uns mit Laila Kaletta auf eine „Forschungsreise“ und betrachteten mikroskopisch kleine Wesen, Zellen, Bausteine in der Natur, die Fragen nach dem Leben, der Existenz, von Körperlichkeit und nach dem Tod aufkeimen ließen und diese in der Ausstellung widerspiegelten. Mit Laila Kalettas Zweikanal-Videoinstallation „Cilia in the net of analogies“ tauchten wir in eine fiktive Unterwasserwelt ein und begleiteten die Protagonistin Zille bei der wundersamen Erforschung einzelliger Lebewesen, den Wimperntierchen (engl. Cilia).
Laila Kaletta (*1995 in Stuttgart) lebt und arbeitet bei Berlin. 2020 – 2022 Studium im Bachelor Fine Arts an der Züricher Hochschule der Künste (ZHdK). 2018 – 2020 Diplomstudium der Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. 2015 – 2018 Ausbildung zur Fotografin am Lette-Verein Berlin.
Ausstellungsdauer: 15.11. – 13.12.24 im Haus der Katholischen Kirche
NATUR war das verbindende Element, mit dem sich die vier Kunstschaffenden auseinandersetzten. Alle einte der malerische Zugang, wenn auch mit unterschiedlichen Techniken:
Die Ausstellung war vom 11.10. – 08.11.24 im Haus der Katholischen Kirche zu sehen.