Das Haus der Katholischen Kirche realisiert in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Partnerorganisationen Ausstellungen. Dazu gehören z.B. soziale Einrichtungen wie der Caritasverband für Stuttgart oder der Malteser Hilfsdienst.
Zwei Mal jährlich finden Kunst-Ausstellungen in der Reihe insight: statt, die vom Katholischen Bildungswerk kuratiert werden. insight: möchte den Blick für spannende Fragestellungen der Bildenden Kunst öffnen, die an religiöse und gesellschaftliche Bezugspunkte anknüpfen und reizvolle Diskurse eröffnen.
Unsere Ausstellungen sind zur Zeit geöffnet: MO - Fr 10:00 - 15:00 Uhr (sonn- und feiertags geschlossen)
Zukunftsfragen werden beim Ausstellungsprojekt insight: Zukunft als Praxis nicht als abstrakte Diskussion, sondern als kollektive, körperliche Praxis verhandelt. Im Zentrum steht die Überzeugung, dass Kunst und Performance experimentelle Felder sind, in denen alternative Lebenszusammenhänge vorgeschlagen und erprobt werden können – wenn auch nur temporär. Schon 2019 mit „Small Projects for Coming Communities“ standen diese Betrachtungen im Fokus unseres Ausstellungsprojekts insight:. Daran knüpfen wir an und laden Künstler*innen ein, ihre Ansätze und Fragestellungen mit den Teilnehmenden gemeinsam zu erproben und zu diskutieren.
Beteiligt sind zeitgenössische Künstler*innen, Performer*innen und Choreograf*innen, die an der Schwelle zwischen bildender Kunst und Theater arbeiten, u.a. Emilia Dorr, Byungseo Yoo, Fara Peluso, das Kollektiv Dreaming in Women, Theo Gomez.
Eröffnung: DO 12.11.26, 18:30 Uhr
Ausstellungsdauer: FR 13.11. – FR 11.12.26 | MO - FR 9 - 18 Uhr (an Sonn-und Feiertagen geschlossen)
Ausführliche Informationen zu insight: insight-kunst.de oder unter kbw-stuttgart.de
Kontakt:
Maria Dis, KBW Stuttgart
maria.dis@kbw-stuttgart.de; 0711-7050603
Mit dem insight: Kunstpreis zeichnet das KBW Stuttgart Abiturientinnen des Mädchengymnasiums St. Agnes im Kernfach Bildende Kunst (künstlerische Praxis) aus. Der Preis würdigt herausragende, künstlerische Arbeiten und hebt die individuelle künstlerische Entwicklung der Schülerinnen hervor. Aus den praktischen Arbeiten des jeweiligen Abiturjahrgangs wurden zwei Preisträgerinnen ausgewählt. Diese erhielten die Gelegenheit, ihre künstlerischen Arbeiten im Rahmen einer Ausstellung im Haus der Katholischen Kirche vom 21.05. – 07.06.26 in Stuttgart zu präsentieren.
Preisträgerinnen 2026: Ida Mehling und Flavia Simons. Wir gratulieren!
Das Bett, oft der privateste und intimste Ort der Patient*innen, steht unter ständiger Beobachtung von Ärzt*innen, Pflegekräften und Angehörigen. Doch die Blicke sind ein Wechselspiel: Denn auch aus dem Bett werden Blicke geworfen, die Umgebung wird beobachtet, die Augen streifen an der Decke hin und her.
Mit einer großformatigen Installation mit Sound, Zeichnungen sowie einem partizipativen Workshop zur basalen Stimulation ging Leonie Klöpfer dem Krankenhausbett im Ausstellungsprojekt Bed Movements nach. Dabei betrachtete sie die pflegerischen, institutionellen und ganz privaten Aspekte und Eigenschaften dieses Objekts.
Leonie Klöpfer ist bildende Künstlerin. In ihrer Arbeit setzt sie sich mit dem (metaphorischen) Heilen von Wunden und Verletzungen auseinander und erforscht in Form von raumgreifenden Installationen, architektonischen Interventionen und Zeichnungen, wie sich Verletzen und Heilen bedingen. Die Ausstellung war vom 13.03. - 17.04.26 im Haus der Katholischen Kirche zu sehen.
Vor 150 Jahren, am 23.01.1876, wurde Rupert Mayer in Stuttgart geboren und kurz darauf in St. Eberhard getauft. Die Ausstellung beleuchtete das Leben des späteren Jesuitenpaters, insbesondere aber seine Überzeugungen und Haltungen, die ihn zum entschiedenen Gegner des Nationalsozialismus werden ließen.
Als Großstadtseelsorger in München wurde P. Mayer wegen seiner Predigten und seines sozial-caritativen Engagements schon früh sehr geschätzt. Seinem Grundsatz, die Not der Menschen zu lindern und, wo nötig, die Stimme zu erheben, folgte er konsequent, als die Nationalsozialisten die Macht ergriffen: “Ich werde ihnen ganz klar sagen, dass ein deutscher Katholik niemals Nationalsozialist sein kann.” Aufgrund seines Eintretens gegen die Nationalsozialisten wurde er mehrfach inhaftiert und im Kloster Ettal bis zum Kriegsende unter Arrest gestellt. Bald danach starb er. 1987 wurde P. Rupert Mayer SJ von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen. Die Ausstellung ging vom 23.01. – 14.02.26.
Kooperation mit: Domkirchengemeinde St. Eberhard
Sie heißen Esther, Asenat, Ruth oder Noomi, manche haben auch keinen Namen. Was sie gemeinsam haben: sie sind Frauengestalten aus der Bibel.
Maria Viktoria Heinrich setzte sich viele Jahre intensiv mit den Frauen aus dem Alten und Neuen Testament auseinander. Tief ist sie in die biblischen Texte eingedrungen, auf der Suche nach Frauen, die mitunter übersehen und übergangen werden. In 25 Jahren entstanden 70 Portraits von bekannten und weniger bekannten Frauen der Bibel, die sich nicht mit den Zuständen abfanden, in die sie hineingeboren wurden, sondern in sich besondere Ressourcen aufspürten. Wir zeigten die Portraits in Auswahl.
Die Künstlerin wollte mit ihren Arbeiten auf die dahinterliegenden Geschichten neugierig machen, beabsichtigte zum Nachfragen anzuregen und Identifikationsmöglichkeiten zu eröffnen. Die Wanderausstellung „Oh Gott, diese Frauen!“ wurde vom Ausschuss „Geschlechtergerechte Kirche“ des Diözesanrates unserer Diözese initiiert; 2023 ging sie in Rottenburg an den Start und endete nun in Stuttgart. Zur Ausstellung ist ein Buch mit den Portraits und theologischen Texten zu den Bildern erschienen (Echter Verlag 2023).
Die Ausstellung war im Haus der Katholischen Kirche vom 15.01. - 15.02.2026 zu sehen.
„Eine Künstlerin, die seit den 1980er Jahren das Tafelbild in seiner ganzen Komplexität und Mehrdeutigkeit erforscht. Sie arbeitet mit Ölfarbe auf Leinwand und schafft eine angemessene Form des Ausstellens.” Dies wurde kürzlich über mich geschrieben. Was soll das bedeuten? Ich erforsche den Reiz der Bilder schon seit ich auf der Welt bin, nicht erst seit meinem Studium. Die Motive sind nichts Außergewöhnliches und sind einzeln als Exponate nicht komplett. Ich weiß gar nicht, wofür ein Bild gemacht ist oder wofür es verwendet wird. Ich sehe einfach, was aus den Bildern werden kann." (Ute Zeller von Heubach)
Die Ausstellung insight: ALL OF ME – Ute Zeller von Heubach war vom 13.11.25 – 05.01.26 im Haus der Katholischen Kirche zu sehen.
Schülerinnen und Schüler aller Schularten in Baden-Württemberg waren eingeladen, sich künstlerisch mit dem Thema "Serie" auseinanderzusetzen. "Serial order is a method, not a style." (Serielle Ordnung ist eine Methode, kein Stil.) - Mel Bochner
Schon seit 1984 ist das SCHULKUNST-Programm des Landes Baden-Württemberg eine Fördermaßnahme zur künstlerisch-ästhetischen Erziehung in Schulen. Ziel des Programms ist es, mit wechselnden Themen und Ausstellungen sowohl die künstlerische Arbeit der Kinder und Jugendlichen zu stärken, als auch die Verbindung zur Öffentlichkeit zu intensivieren. Alle Schularten werden eingebunden und können ihre jeweils eigenen Potenziale zeigen. Das Programm versteht sich nicht als Wettbewerb, sondern als ein Schaufenster der Kreativität und Gestaltungskraft von Jugendlichen aller Altersstufen unter Berücksichtigung ihrer individuellen Fähigkeiten.
Kooperation mit: Zentrum für Bildende Kunst und Intermediales Gestalten (schulkunst@zsl.kv.bwl.de)
Die Ausstellung war vom 29.09. - 31.10.2025 im Haus der Katholischen Kirche zu sehen.
Für die Porträtserie #OutInChurch sind Aufnahmen von weiblich und männlich gelesenen, queeren Personen entstanden, die zum Verein #OutInChurch gehören (www.outinchurch.de). Die Aufnahmen stellen – so der Künstler – keine „normalen“ Porträts dar; sie zeigen die Personen in ihrer persönlichen Betroffenheit im Umfeld Kirche, mal ganz nah – mal fern.
Wer die Bilder betrachtet, kann durch unterschiedliche fotografische Herangehensweisen individuelle Antworten finden auf die Frage, wie queere Menschen die katholische Kirche wahrnehmen. Die Aufnahmen können zum Nachdenken und zum Gespräch darüber anregen, wie die Kirche – so ein Mitglied von #OutInChurch – „christlicher“ werden kann.
Die Wanderausstellung wurde bereits an unterschiedlichen Orten in Deutschland und in der Schweiz gezeigt. Zur Ausstellung entstand ein eindrucksvolles Buch mit dem Titel GUT.KATHOLISCH.QUEER
Martin Niekämper, geboren 1965 in Dortmund, war nach dem Studium der Hörgeschädigtenpädagogik als Lehrer für Sonderpädagogik in Köln tätig. 2021–2023 studierte er Fotografie an der Fotoakademie-Koeln. Er ist freiberuflicher Fotograf mit den Schwerpunkten Porträtfotografie, Unternehmens- und Wissenschaftsfotografie.
Im Haus der Katholischen Kirche war die Ausstellung vom 20.08. - 11.09.25 zu sehen.
Bernd Baader (*1937) studierte Malerei und Grafik-Design an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Viele Jahre war er beim SWR als Grafik-Designer tätig. 1980 begann er mit Aquarell-, später mit Tusche-Malerei. Er gestaltet Bilder und Schrift mit Pinsel und Feder und nützt digitale Ausdrucksformen für seine Malerei. In über 50 Ausstellungen zeigte er seit 1982 vielfältige Stationen seines Schaffens.
Bernd Baader thematisiert in seiner Malerei Menschen und Tiere, Musik und Tanz, Sport und Spiel – und das Lesen. In unserer Ausstellung zeigten wir originale und digitale Bilder zum Thema Lesen. Die Ausstellung war vom 24.06. – 25.07.25 auf der Galerie im Haus der Katholischen Kirche zu sehen.